Zubehör

Hier möchte ich in lockerer Reihenfolge das eine oder andere Zubehör für die Sonnenbeobachtung präsentieren und diskutieren.

Daystar Quark

Die Firma DayStar bietet neben den separat beschriebenen Sonnenteleskopen auch reine Sonnenfilter-Blöcke an, die als Zubehör in herkömmlichen Refraktoren genutzt werden können.

Diese Filter der QUARK-Reihe sind optimiert für Öffnungsverhältnisse von f/4 bis f/9. Bei Refraktoren bis 80mm ist kein weiteres Zubehör mehr erforderlich. Ab 80mm sollten zusätzlich frontseitig ERF-Filter (Energy Rejection Filter) genutzt werden und auch noch ein UV/IR-Sperrfilter.

Die QUARK-Filter gibt es in zwei Varianten für die primäre Beobachtung von Protuberanzen oder der Chromosphäre. Die Chromosphären-Variante ist dabei etwas schmalbandiger.

Hier das Angebot für den DayStar QUARK (Protuberanzen) beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:


DayStar QUARK

Hier ein Beispiel für einen ERF-Energieschutzfilter beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:


Baader ERF-Energieschutzfilter

Sonnenfilter (Folie und Vorsatz)

Auch im Weißlicht lassen sich für den Einstieg interessante Sonnenbeobachtungen durchführen. Mit geeigneten Filtern, die aus einem festen Rahmen und entweder Folie oder Glas bestehen, wird die Helligkeit der Sonne soweit reduziert (auf 1/100.000), dass eine visuelle Beobachtung (oder auch die Fotografie) gefahrlos erfolgen kann. Besonders die Sonnenflecken und bei größeren Teleskopen auch die Granulation der Sonnenoberfläche können damit gut beobachtet werden. Da von einem solchen Filter alle Wellenlängen des Lichts durchgelassen werden, bleiben auch die Farbfehler eines Teleskops erhalten. Als besonders hilfreich an einfacheren Teleskopen hat sich hier der okularseitig anzubringende Filter SolarContinuum erwiesen, der nur noch sehr engbandig den grünen Bereich, auf den Teleskope optimiert sind, durchlässt.

Hier geht es zu einem Beispiel für eine Sonnenaufnahme mit Glasfilter.

Hier das Angebot für einen Folienfilter beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

Folienfilter

Hier das Angebot für einen Glasfilter beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

Glasfilter

Hier das Angebot für einen SolarContinuum-Filter beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

SolarContinuum

Herschelkeil

Ein Herschelkeil wird ähnlich wie ein Zenitprisma angebracht. Allerdings werden hier intern nur knapp 5% des Lichtes reflektiert und der Rest nach außen abgeleitet. Dies ist allerdings für die Fotografie oder die visuelle Beobachtung immer noch viel zu viel, so dass ein Herschelkeil noch mit weiteren Filtern kombiniert werden muss. Auch die Öffnung des Teleskops sollte je nach verwendetem Herschelkeil 150mm nicht überschreiten.

Herschelkeile sind sowohl in einer 1.25″- als auch in einer 2″-Version je nach vorhandenem OAZ verfügbar.

Hier das Angebot für einen 2″-Herschelkeil beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

Herschelkeil

Tuch / Mütze

Die feinen Strukturen der Chromosphäre und der Protuberanzen sind gut zu erkennen, aber vergleichsweise mit dem Tageslicht recht dunkel. Das gesamte sichtbare Licht reicht von etwa 380nm (violett) bis 780nm (rot), wobei 1 nm 10 Ångström entspricht. Die Durchlassbreite eines Etalon-Filters mit 0,5 Ångström stellt damit lediglich 1/8.000 des gesamten Spektrums dar. Dementsprechend ist das dadurch sichtbare Bild auch vergleichsweise dunkel.

Es hat sich immer wieder als hilfreich erwiesen, bei der Sonnenbeobachtung ein lichtdichtes Tuch über dem Kopf und dem Okular zu haben, wodurch die Beobachtungsqualität massiv gesteigert wird.  Spezielle Beobachtungstücher werden hierfür fertig angeboten, die auf ihrer Außenseite weiß sind und so ein zu schnelles Aufheizen verhindern.

Je nachdem wie lange man in der Sonne bei der Beobachtung verbringt, läuft man selbst Gefahr, sich einen Sonnenbrand im Nacken zu holen. Speziell hierfür bietet die Firma Lunt einen Sonnenhut an, der zusätzlich mit einem großzügigen Nackienschutz versehen ist.

Hier das Angebot für einen Sonnenhut beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

Herschelkeil

Solarquest Montierung

Selbstverständlich kan man ein Sonnenteleskop auf jede beliebige Montierung, die dafür gewichtsmäßig geeignet ist, setzen. Viele dieser Montierungen haben sogar eine einstellbare Tracking-Rate, die auf ’solar rate‘ gestellt werden kann, so dass die Sonne auch nach langer Beobachtung nicht aus dem Blickfeld gerät.

Für ein kleines Sonnenteleskop ist auch eine Reisemontierung wie etwa der Skywatcher StarAdventurer hervorragend geeignet.

Seit einiger Zeit verfügbar ist jedoch eine spezielle Montierung von SkyWatcher, die für Sonnenteleskope bis 4 kg geeignet ist. Diese Montierung, die SolarQuest, wird auf ein Stativ gesetzt und grob nivelliert. Nach dem Einschalten übernimmt die SolarQuest die exakte Nivellierung, stellt mittels GPS die genaue Position und Zeit fest, errechnet daraus die derzeitige Sonnenhöht und fängt an, auf dieser Höhe, nach der Sonne zu suchen. Ein Sonnensensor erkennt dann die Sonne und führt sie ab dann kontinuierlich nach. Ein deutlicher Komfortgewinn!

Hier das Angebot für eine SolarQuest-Montierung beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

SolarQuest

Okulare

Im Prinzip funktioniert jedes bereits vorhandene Okular auch mit einem Sonnenteleskop. Dennoch werden für die Sonnenteleskope auch spezielle Okulare angeboten. Diese zeichnen sich durch zwei Punkte aus:

  • Die Vergütung der optischen Flächen ist auf H-Alpha optimiert und reduziert dadurch die internen kontrastmindernden Reflektionen,
  • Diese Okulare haben üblicherweise nur 4 Linsen (bei H-Alpha gibt es keine Farbfehler) und damit auch weniger interne Reflektionen.

Zusätzlich gibt es auch spezielle Barlow-Linsen mit diesen Eigenschaften, die erforderlich sein können, um mit einer Kamera in den Fokus zu gelangen.

Hier das Angebot für ein 12mm Sonnenokular beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

Sonnenokular

Sonnensucher

Nicht jedes Sonnenteleskop verfügt über einen Sucher und besonders im Weißlicht ist der vorhandene Sucher gar nicht zu gebrauchen (Achtung – gefährlich!), wenn er nicht ebenfalls mit einem passenden Sonnenfilter ausgestattet ist.

Hier gibt es als Zubehör spezielle Sonnensucher, die mit einer kleinen Lochblende ein Bild der Sonne auf eine kleine dahinter liegende Fläche werfen und die genauso justiert werden wie ein herkömmlicher Sucher. Damit gelingt das Einstellen auf die Sonnen dann in Sekunden.

Hier das Angebot für einen Sonnensucher beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:

Sonnensucher

Sonnenprojektion

Mit einem normalen Refraktor kann die Sonne anstelle einer direkten visuellen Beobachtung auch auf einen Schirm projiziert werden. Hiermit kann man dann eine Größe von durchaus 20cm erreichen, womit eine sichere und einfache Beobachtung von Sonnenflecken oder einer partiellen Sonnenfinsternis gewährleistet ist. Als Okulare empfehlen sich hierbei möglichst einfach und verschraubte (nicht verklebte) Okulare, da die entstehende Wärme erheblich sein kann. Gut geeignet sind etwa die ganz einfachen zweilinsigen Huygens-Okulare.

Hier das Angebot für einen Sonnenprojektionsschirm beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:Sonnenprojektionsschirm

Hier das Angebot für einen Sonnenprojektionsbausatz beim deutschen Partnerhändler AstroShop prüfen:Sonnenprojektor